Exkursionen MoFA Herbst 2020

Liebe Freundinnen und Freunde der Malakologie!

Im Spätsommer/Herbst 2020 sind folgende Exkursionen geplant:
Am Freitag, den 28. August werden wir die Malakofauna des Wienfluss-Rückhaltebeckens in Wien 14 erkunden. Durch die Dynamik, welcher der Wienfluss hier durch Überschwemmungen schafft, und die daraus resultierende reichhaltige Struktur dieses Lebensraumes sind interessante Einblicke in die Weichtierfauna Wiens zu erwarten.  Die Anreise hierzu kann öffentlich über die Linie U4 erfolgen. Um eine Voranmeldung bis 20. August unter team@molluskenforschung.at wird gebeten.

Des Weiteren werden wir am Freitag, den 25. September einige ausgewählte Stellen in den Marchauen nördlich von Marchegg besuchen. Die Marchauen sind trotz ihrer Vielfalt und naturräumlichen Einzigartigkeit malakologisch nur wenig untersucht. Überraschende Funde seltener Arten sind deshalb nicht ausgeschlossen. Die genauen Punkte werden noch im August im Gespräch mit den Verantwortlichen vor Ort festgelegt. Da für diese Exkursion die An- bzw. Weiterreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich ist, ersuchen wir um eine Anmeldung bis 1. September unter team@molluskenforschung.at mit der Bekanntgabe, ob ein Auto zur Verfügung steht, um Fahrgemeinschaften zu bilden.

Liebe Freundinnen und Freunde der Malakologie!

Unser kleines MoFA-Meeting am 8. Juli war ein gemütliches Zusammentreffen, zum Planen und Berichten. Hier ein kleines Update:

  • Im Herbst wollen wir wieder gemeinsame malakologische Streifzüge unternehmen. Ideen dazu wären die Marchauen in Niederösterreich oder die Wienflussrückhaltebecken im Westen Wiens. Auch die Quellschnecken in Bad Fischau oder die „Fossilienwelt Weinviertel“ in Stetten (ev. in Kombination mit Eggenburg (Krahuletz Museum) sind mögliche Ziele. Details dazu folgen in Bälde. Wir sind offen für Anregungen und Ideen.
  • Die Einreichfrist für Manuskripte der Vereinszeitschrift Arianta für die Ausgabe 2020 (Arianta 8) wurde nun bis 31. August verlängert. Beiträge zur malakologischen Forschung sind willkommen, neben Originalartikeln auch Review-Artikel, kleinere Artikel zu Artenlisten, interessante Beobachtungen, bisher unveröffentlichte wertvolle Daten zu Mollusken (https://www.molluskenforschung.at/zeitschrift-arianta). Einreichungen oder Anfragen an Helmut Sattmann (team@molluskenforschung.at).
  • Ein wichtiges malakologisches Projekt der AG „Alpine Land Snails“, das am NHM Wien durchgeführt wird, ist heuer angelaufen: „Bestandsaufnahme der Mollusken in den Ländlichen Gebieten Wiens mit besonderem Fokus auf FFH-Arten und Neobiota“. Im geplanten Projekt, das im Rahmen des Österreichischen Programms für die ländliche Entwicklung 2014 – 2020 gefördert wird, soll ein aktueller Stand der Molluskenfauna Wiens in den Ländlichen Gebieten Wiens erhoben werden.  Gegenwärtig sind in Wien etwa 170-180 Molluskenarten, davon 150-160 Schnecken- und um die 20 Muschelarten bekannt, was etwas weniger als der Hälfte der 400 in Österreich rezent vorkommenden Molluskenarten entspricht. Die letzte größere Erhebung liegt mehr als 25 Jahre zurück, und das geplante Projekt soll aktuelle Daten liefern.
  • Schließlich möchten wir um Hilfe bei unserem Projekt zu den Schistosomen-Trematoden bei Vögeln bitten, bei denen Cercariae Dermatitis (beim Menschen auch Schwimmerjucken genannt) verursacht. Diese Trematoden haben verschiedene Süsswasser-Mollusken als Zwischenwirte und scheiden schließlich die infizierenden Zerkarien aus. Wir suchen nach Gewässern, in denen gegenwärtig Fälle von Zerkarien-Dermatitis registriert wurden. eDNA-Proben von solchen Orten könnten in unserem Projekt als Positivkontrollen verwendet werden. Wenn Sie irgendwelche Hinweise haben, wenden Sie sich bitte an Christoph Hörweg (christoph.hoerweg@nhm-wien.ac.at).
  • Den neuesten Newsletter der „Malakologischen Arbeitsgemeinschaft in Salzburg“ finden Sie hier.


 

 

Liebe MoFA Gemeinde!

Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2019 zurück, mit zwei Exkursionen, zwei Präsentationen, die MoFA-Jahrestagung in Salzburg und schließlich das Erscheinen von Arianta 7, dem aktuellen Band der Vereinszeitschrift.

Vor dem Erscheinen ist nach dem Erscheinen: Wir ersuchen um Einreichungen von Manuskripten für Arianta 8. Wenn Sie interessante Beobachtungen, Untersuchungen, Berichte über Mollusken haben, die Sie bei uns publizieren wollen, schicken Sie Ihr Manuskript (als Word Textdatei) samt Abbildungen und Tabellen an helmut.sattmann@nhm-wien.ac.at. Bitte beachten Sie bei Ihrer Einreichung die Richtlinien für Autoren.

Arianta erscheint nun jährlich und veröffentlicht wissenschaftliche Arbeiten zu rezenten und fossilen Mollusken. Ausdrücklich sind auch regional-faunistische Beiträge willkommen. Arianta erscheint digital und ist über die Webpage von MoFA verfügbar. Autoren erhalten PDFs ihrer Artikel zur freien Verfügung. Manuskripte werden einer redaktionellen Prüfung auf Eignung für unsere Zeitschrift sowie einer externen fachlichen Prüfung durch zwei Gutachter unterzogen.

Einreichungen bis spätestens 30. Juni 2020.

Die Assoziation Polnischer Malakologen (Association of Polish Malacologists) veranstaltet von 7. bis 9. Mai 2020 in Wisła (Schlesische Beskiden, Polen) ihr „36. Polnisches Malakologisches Seminar“. Veranstaltungsort ist das Hotel Pod Jedlami; https://www.podjedlami.pl/

Erstmals wird bei diesem traditionsreichen Seminar eine Sektion mit englischsprachigen Beiträgen ausgerichtet.

Das Anmeldeformular und das vorläufige Programm findet Ihr hier:

Anmeldeformular [docx]

vorläufiges Programm [pdf]

Fr, 28. 2. 2020, 19.00 Uhr
Univ.-Prof.in Dr.in Christa FRANK

Weichtiere in der Weltgeschichte

Mensch und Mollusken (Weichtiere) – ein umfassendes Thema, das die verschiedensten Lebensbereiche betrifft. Es ist nicht nur die faszinierende Schönheit der Schalen, die an vom Tourismus noch nicht berührten Küsten angeschwemmt werden: Bestimmten Arten wohnt ein tiefer Symbolgehalt im Zusammenhang mit mythisch-religiösen Vorstellungen inne; viele dienten als Schmuck und/oder Währungseinheit, andere als Rohstoff für einfache Geräte. Schneckenpurpur und Muschelseide waren begehrte, wertvolle Handelsgüter; Perlen sind es bis heute

Viele Arten, besonders Miesmuscheln und Austern, werden gegessen. Wir treffen Weichtiere in Volksmedizin und Medizin; die eine oder andere Art macht sich durch Schadfraß an Kulturpflanzen negativ bemerkbar. Schnecken- und Muschelformen begegnen uns in Architektur und Malerei, gelegentlich auch als Embleme … Überraschungen warten!

Das Biologiezentrum Linz lädt im Rahmen des DARWIN-DAY 2020 zum Vortrag von Elisabeth Haring, Naturhistorisches Museum Wien:

„Strategien der Langsamen – Evolutionsforschung an alpinen Landschnecken“

Fr, 14. 2. 2020, 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: Schlossmuseum Linz, Festsaal
Eintritt: frei

Schnecken sind sprichwörtlich langsame Tiere. Was tun sie, wenn andere vor Hitze, Kälte, Nahrungsmangel davon laufen, fliegen, flüchten? Wie überleben sie Eis, Schnee, Trockenheit, Hitze, Stürme, kurz ungemütliche Zeiten? Biologen des Naturhistorischen Museums Wien suchen in entlegenen Winkeln Österreichs nach Schnecken, in Gebirgsregionen, Felsen, Gletscherrändern, Geröllhalden, Tälern und Wäldern. Manche Schnecken kommen nur in beschränkten Arealen vor, in bestimmten Höhenlagen oder einzelnen Gebirgsstöcken.
Das Wissen über die Biologie dieser meist unbemerkten Tiere ist lückenhaft. Was fressen sie, wie alt werden sie, wie pflanzen sie sich fort, wie breiten sie sich aus? Und vor allem, wie und wo überdauerten sie die Eiszeiten? Ein Großteil der österreichischen Alpen war bis vor etwa 10.000 Jahren vergletschert und kein Lebensraum für Schnecken. Die heute dort lebenden Arten müssen diese Regionen nach der letzten Eiszeit wiederbesiedelt haben. In welchen eiszeitlichen Rückzugsgebieten sie überdauern konnten, rekonstruiert man anhand der genetischen Diversität und der Verbreitung heutiger Schnecken-Populationen. Auch die Fortpflanzungsbiologie der Tiere gibt spannende Hinweise auf die Überlebensstrategien.
Doch was bedeutet die derzeitige Klimaerwärmung für alpine Schnecken? Der Blick zurück erzählt uns viel über die Evolutionsgeschichte von Arten und Gattungen. Die zukünftigen Entwicklungen bergen allerdings viel schwerer abzuschätzende Gefahren für alpine (und andere) Schnecken. Weil der durch den Menschen bedingte Klimawandel viel schneller geht und mit einer unvergleichlichen Zerstörung der Lebensräume einhergeht. Wir zerstören auch die Rückzugsgebiete.

 

Euromal 2020

Liebe Freunde der Malakologie,

Seit dem Jahr 2000 findet alle drei Jahre an verschiedenen Veranstaltungsorten in ganz Europa die Konferenz der Malakologischen Gesellschaften Europas (EUROMAL) statt. Der 9. EUROMAL Kongress wird vom 6. bis 10. September 2020 in Prag, Tschechische Republik, stattfinden.

Der Kongress bringt erfahrene Wissenschaftler sowie Studenten und Praktiker aus der Malakologie und verwandten Forschungsgebieten aus ganz Europa und darüber hinaus zusammen, um die neuesten und wichtigsten Erkenntnisse der Molluskenkunde vorzustellen.

Konferenz-Website: https://www.euromal.cz
Facebook: https://www.facebook.com/euromal2020
Bitte verbreiten Sie die Ankündigung in Ihrem Bereich!

Euromal 2020

https://www.euromal.cz/

Wir freuen uns mitzuteilen, dass Arianta 7 veröffentlicht wurde:

Haring, E., Sattmann, H., & Patzner, R. A. (Eds.). (2019). Arianta 7. Verlag des Naturhistorischen Museums Wien. Download

Arianta 7 enthält die Abstracts des ersten MoFA-Meetings 2019 in Salzburg, Exkursionsberichte und Originalarbeiten. In diesem Band finden Sie auch die Hinweise für Autoren. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe von Arianta und laden alle Leser ein, ihre Arbeiten in unserem Journal einzureichen (team@molluskenforschung.at).

MoFA

Programm:

14:00 Führung durch die Molluskensammlung im Depot des OÖ Landesmuseums
Treffpunkt vor dem Haus Lindengasse 7 in 4040 Linz
16:00 Besichtigung der aktuellen Ausstellung „Streck‘ die Fühler aus! Schnecken in ihrer vollen Pracht“ in den Ausstellungsräumen und im Ökopark des Biologiezentrums.

18:00 Abendveranstaltung im Biologiezentrum

„Was Sie schon immer über Schnecken wissen wollten – Österreichs Schneckenexperten geben Einblicke und Auskunft“
Vertreter des Vereins MoFA informieren über Mollusken, Molluskenforschung in Österreich und stehen für Fragen im Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung. Eine neu entwickelte Datenbank zur Bestimmung europäischer Mollusken wird vorgestellt.
Anmeldungen bis 4. Oktober bei team@molluskenforschung.at
Anfragen zur Wegbeschreibung oder weitere Fragen bitte an team@molluskenforschung.at richten

Die Teilnahme ist kostenlos.

Liebe Freunde der Malakologie!

Im Rahmenprogramm der Ausstellung „Streck die Fühler aus – Schnecken in ihrer vollen Pracht“ (17. 05.2019 – 01. 03.2020 im Biologiezentrum Linz) werden verschiedene Aktivitäten im Zusammenhang mit Mollusken angeboten, von denen einige auch für Kinder interessant sind. Schauen Sie sich das Halbjahres-Programm des Biologiezentrums an!

Insbesondere möchten wir die von MoFA organisierte Abendveranstaltung erwähnen

„Was Sie schon immer über Schnecken wissen wollten – Österreichs Schneckenexperten geben Einblicke und Auskunft“ am Freitag, 11. Oktober, 18:00 Uhr, Biologiezentrum Linz

Vertreter des Vereins MoFA informieren über Mollusken, Molluskenforschung in Österreich und stehen für Fragen im Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.