Liebe MoFA Gemeinde!

Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2019 zurück, mit zwei Exkursionen, zwei Präsentationen, die MoFA-Jahrestagung in Salzburg und schließlich das Erscheinen von Arianta 7, dem aktuellen Band der Vereinszeitschrift.

Vor dem Erscheinen ist nach dem Erscheinen: Wir ersuchen um Einreichungen von Manuskripten für Arianta 8. Wenn Sie interessante Beobachtungen, Untersuchungen, Berichte über Mollusken haben, die Sie bei uns publizieren wollen, schicken Sie Ihr Manuskript (als Word Textdatei) samt Abbildungen und Tabellen an helmut.sattmann@nhm-wien.ac.at. Bitte beachten Sie bei Ihrer Einreichung die Richtlinien für Autoren.

Arianta erscheint nun jährlich und veröffentlicht wissenschaftliche Arbeiten zu rezenten und fossilen Mollusken. Ausdrücklich sind auch regional-faunistische Beiträge willkommen. Arianta erscheint digital und ist über die Webpage von MoFA verfügbar. Autoren erhalten PDFs ihrer Artikel zur freien Verfügung. Manuskripte werden einer redaktionellen Prüfung auf Eignung für unsere Zeitschrift sowie einer externen fachlichen Prüfung durch zwei Gutachter unterzogen.

Einreichungen bis spätestens 30. Juni 2020.

Die Assoziation Polnischer Malakologen (Association of Polish Malacologists) veranstaltet von 7. bis 9. Mai 2020 in Wisła (Schlesische Beskiden, Polen) ihr „36. Polnisches Malakologisches Seminar“. Veranstaltungsort ist das Hotel Pod Jedlami; https://www.podjedlami.pl/

Erstmals wird bei diesem traditionsreichen Seminar eine Sektion mit englischsprachigen Beiträgen ausgerichtet.

Das Anmeldeformular und das vorläufige Programm findet Ihr hier:

Anmeldeformular [docx]

vorläufiges Programm [pdf]

Fr, 28. 2. 2020, 19.00 Uhr
Univ.-Prof.in Dr.in Christa FRANK

Weichtiere in der Weltgeschichte

Mensch und Mollusken (Weichtiere) – ein umfassendes Thema, das die verschiedensten Lebensbereiche betrifft. Es ist nicht nur die faszinierende Schönheit der Schalen, die an vom Tourismus noch nicht berührten Küsten angeschwemmt werden: Bestimmten Arten wohnt ein tiefer Symbolgehalt im Zusammenhang mit mythisch-religiösen Vorstellungen inne; viele dienten als Schmuck und/oder Währungseinheit, andere als Rohstoff für einfache Geräte. Schneckenpurpur und Muschelseide waren begehrte, wertvolle Handelsgüter; Perlen sind es bis heute

Viele Arten, besonders Miesmuscheln und Austern, werden gegessen. Wir treffen Weichtiere in Volksmedizin und Medizin; die eine oder andere Art macht sich durch Schadfraß an Kulturpflanzen negativ bemerkbar. Schnecken- und Muschelformen begegnen uns in Architektur und Malerei, gelegentlich auch als Embleme … Überraschungen warten!

Das Biologiezentrum Linz lädt im Rahmen des DARWIN-DAY 2020 zum Vortrag von Elisabeth Haring, Naturhistorisches Museum Wien:

„Strategien der Langsamen – Evolutionsforschung an alpinen Landschnecken“

Fr, 14. 2. 2020, 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: Schlossmuseum Linz, Festsaal
Eintritt: frei

Schnecken sind sprichwörtlich langsame Tiere. Was tun sie, wenn andere vor Hitze, Kälte, Nahrungsmangel davon laufen, fliegen, flüchten? Wie überleben sie Eis, Schnee, Trockenheit, Hitze, Stürme, kurz ungemütliche Zeiten? Biologen des Naturhistorischen Museums Wien suchen in entlegenen Winkeln Österreichs nach Schnecken, in Gebirgsregionen, Felsen, Gletscherrändern, Geröllhalden, Tälern und Wäldern. Manche Schnecken kommen nur in beschränkten Arealen vor, in bestimmten Höhenlagen oder einzelnen Gebirgsstöcken.
Das Wissen über die Biologie dieser meist unbemerkten Tiere ist lückenhaft. Was fressen sie, wie alt werden sie, wie pflanzen sie sich fort, wie breiten sie sich aus? Und vor allem, wie und wo überdauerten sie die Eiszeiten? Ein Großteil der österreichischen Alpen war bis vor etwa 10.000 Jahren vergletschert und kein Lebensraum für Schnecken. Die heute dort lebenden Arten müssen diese Regionen nach der letzten Eiszeit wiederbesiedelt haben. In welchen eiszeitlichen Rückzugsgebieten sie überdauern konnten, rekonstruiert man anhand der genetischen Diversität und der Verbreitung heutiger Schnecken-Populationen. Auch die Fortpflanzungsbiologie der Tiere gibt spannende Hinweise auf die Überlebensstrategien.
Doch was bedeutet die derzeitige Klimaerwärmung für alpine Schnecken? Der Blick zurück erzählt uns viel über die Evolutionsgeschichte von Arten und Gattungen. Die zukünftigen Entwicklungen bergen allerdings viel schwerer abzuschätzende Gefahren für alpine (und andere) Schnecken. Weil der durch den Menschen bedingte Klimawandel viel schneller geht und mit einer unvergleichlichen Zerstörung der Lebensräume einhergeht. Wir zerstören auch die Rückzugsgebiete.

 

Euromal 2020

Liebe Freunde der Malakologie,

Seit dem Jahr 2000 findet alle drei Jahre an verschiedenen Veranstaltungsorten in ganz Europa die Konferenz der Malakologischen Gesellschaften Europas (EUROMAL) statt. Der 9. EUROMAL Kongress wird vom 6. bis 10. September 2020 in Prag, Tschechische Republik, stattfinden.

Der Kongress bringt erfahrene Wissenschaftler sowie Studenten und Praktiker aus der Malakologie und verwandten Forschungsgebieten aus ganz Europa und darüber hinaus zusammen, um die neuesten und wichtigsten Erkenntnisse der Molluskenkunde vorzustellen.

Konferenz-Website: https://www.euromal.cz
Facebook: https://www.facebook.com/euromal2020
Bitte verbreiten Sie die Ankündigung in Ihrem Bereich!

Euromal 2020

https://www.euromal.cz/

Wir freuen uns mitzuteilen, dass Arianta 7 veröffentlicht wurde:

Haring, E., Sattmann, H., & Patzner, R. A. (Eds.). (2019). Arianta 7. Wien: Verlag des Naturhistorischen Museums Wien. Download

Arianta 7 enthält die Abstracts des ersten MoFA-Meetings 2019 in Salzburg, Exkursionsberichte und Originalarbeiten. In diesem Band finden Sie auch die Hinweise für Autoren. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe von Arianta und laden alle Leser ein, ihre Arbeiten in unserem Journal einzureichen (team@molluskenforschung.at).

MoFA

Programm:

14:00 Führung durch die Molluskensammlung im Depot des OÖ Landesmuseums
Treffpunkt vor dem Haus Lindengasse 7 in 4040 Linz
16:00 Besichtigung der aktuellen Ausstellung „Streck‘ die Fühler aus! Schnecken in ihrer vollen Pracht“ in den Ausstellungsräumen und im Ökopark des Biologiezentrums.

18:00 Abendveranstaltung im Biologiezentrum

„Was Sie schon immer über Schnecken wissen wollten – Österreichs Schneckenexperten geben Einblicke und Auskunft“
Vertreter des Vereins MoFA informieren über Mollusken, Molluskenforschung in Österreich und stehen für Fragen im Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung. Eine neu entwickelte Datenbank zur Bestimmung europäischer Mollusken wird vorgestellt.
Anmeldungen bis 4. Oktober bei team@molluskenforschung.at
Anfragen zur Wegbeschreibung oder weitere Fragen bitte an team@molluskenforschung.at richten

Die Teilnahme ist kostenlos.

Liebe Freunde der Malakologie!

Im Rahmenprogramm der Ausstellung „Streck die Fühler aus – Schnecken in ihrer vollen Pracht“ (17. 05.2019 – 01. 03.2020 im Biologiezentrum Linz) werden verschiedene Aktivitäten im Zusammenhang mit Mollusken angeboten, von denen einige auch für Kinder interessant sind. Schauen Sie sich das Halbjahres-Programm des Biologiezentrums an!

Insbesondere möchten wir die von MoFA organisierte Abendveranstaltung erwähnen

„Was Sie schon immer über Schnecken wissen wollten – Österreichs Schneckenexperten geben Einblicke und Auskunft“ am Freitag, 11. Oktober, 18:00 Uhr, Biologiezentrum Linz

Vertreter des Vereins MoFA informieren über Mollusken, Molluskenforschung in Österreich und stehen für Fragen im Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.

 

 

Die Verleihung der MoFA-Junior Awards an TeilnehmerInnen der 1. MoFA-Tagung war einer der Höhepunkte der Tagung. Prämiert wurden der besten Vortrag sowie das beste Poster von TeilnehmerInnen in frühen Karrierestadien. Wir danken allen Bewerbern für ihre interessanten und ausgezeichnet präsentierten Beiträge. Gewinnen konnten nur zwei KandidatInnen, die hier nochmals vorgestellt werden sollen:

 

Martina Stockinger (Universität Wien) erhielt den Preis für den besten Vortrag „Presence and prevalence of non-indigenous molluscs in a Posidonia oceanica meadow in southern Crete“, in dem sie ihre Forschung zur Molluskenfauna einer Seegras-Wiese in Südkreta darstellte.

Der Posterpreis für den Beitrag „Molecular characterization of gelatinous egg masses in the lucinid Loripes orbiculatus argues for an acquisition of bacterial symbionts from the environment“ ging an Sarah Zauner, die sich mit der Mondmuschel und ihren symbiontischen Schwefelbakterien beschäftigt.

 

Herzliche Gratulation!

1. MoFA Tagung Juni 2019

Am 26. und 27. Juni hielten wir in Salzburg die erste Tagung des jungen Vereins Molluskenforschung Austria (MoFA) ab. Der erste Tag war wissenschaftlichen Vorträgen und Postern gewidmet, inklusive der Vergabe von Junior Awards. Alle Beiträge waren inhaltlich spannend und gut präsentiert und der Tag bot große thematische Breite. Das Feld der fast 50 Teilnehmer war durchaus multinational besetzt, mit Repräsentanten aus Deutschland, Georgien, Slowenien, Österreich und Polen. Im Veranstaltungsort „Haus der Natur“ waren wir herzlich aufgenommen und gut versorgt. Am Abend wurden die Gewinner der Awards geehrt, die von einer vierköpfigen unabhängigen Jury evaluiert worden waren.

Den Preis für den besten Vortrag gewann Martina Stockinger von der Uni Wien für ihren Beitrag über die Molluskenfauna einer Seegras-Wiese in Südkreta (Presence and prevalence of non-indigenous molluscs in a Posidonia oceanica meadow in southern Crete). Der Posterpreis ging an Sarah Zauner für die Fragestellung, wie eine Mondmuschel zu ihren symbiontischen Schwefelbakterien kommt (Molecular characterization of gelatinous egg masses in the lucinid Loripes orbiculatus argues for an acquisition of bacterial symbionts from the environment).

Am zweiten Tag führten uns die Salzburger Kollegen in das schöne Quellgebiet um Fürstenbrunn und in die Augebiete des Glanbaches bei Grödig, wo wir auch die dort gefundenen Mollusken-Arten dokumentierten. Insgesamt hatten wir zwei anregende, interessante und stimmungsvolle Tage im schönen Land Salzburg. Wir danken allen Teilnehmern und besonders den Vortragenden, die der Tagung „Stoff“ gegeben haben, den Vorsitzenden der Sessions, den Mitgliedern der Jury und natürlich allen die mitgeholfen haben, diese schöne und erfolgreiche Tagung zu organisieren, insbesondere natürlich den Kolleginnen und Kollegen in Salzburg.